Benutzername     Passwort    
» Passwort vergessen?  
» Registrieren
 

Bericht aus Einsatz und WK

 

zurück zur Bericht-Übersicht

 

Neuer Kommandant in der regionalen Zivilschutzorganisation Mittelgösgen

01.02.2012, Bruno Hitz

 

14 Jahre war Philipp Graber an der Spitze der regionalen Zivilschutzorganisation Mittelgösgen (RZSOM). Am 1. Januar dieses Jahres gab er das Kommando an Mathias Büchler ab.

 

Als Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz von Philipp Graber, fand am 1. Februar 2012 in Lostorf ein Apéro statt. Musikalisch wurde dieser vom Zivilschutzspiel begleitet. Sowohl Philipp Graber, wie auch Mathias Büchler beantworteten in diesem Zusammenhang ein paar Fragen.

 

 

Philipp, seit dem 1. Januar dieses Jahres ist Mathias Büchler der neue Kommandant der regionalen Zivilschutzorganisation Mittelgösgen. Wie ist das Gefühl, nach nun 14 Jahren das Kommando abzugeben?

 

Philipp Graber:

 

Ich fühle mich sehr gut. Wir haben in den letzten 14 Jahren die RZSOM mehrmals umgebaut und aus meiner Sicht bei allen Änderungen von Gesetzen und Verordnungen das Bestmögliche für unsere Region daraus gemacht. Per Anfang Jahr konnte ich ein tolles eingespieltes Team an einen Kollegen und Freund übergeben, der in den letzten Jahren immer mitgeholfen hat am Strick in die gleiche Richtung zu ziehen, das finde ich einfach schön.

 

Mathias, nun bist du offiziell der Kommandant der RZSOM. Zuvor warst du bereits als stellvertretender Kommandant aktiv. Wie hat sich diese Veränderung bei dir gezeigt?

 

Mathias Büchler:

 

Hauptsächlich durch mehr Arbeit. Das Pensum stieg deutlich an. Die Fragen wurden vielfältiger und vor allem nicht einfacher.

 

Wie und wie gut ist die Übergabe der Aufgaben gelaufen?

 

Mathias Büchler:

 

Der Übergang verlief fliessend seit rund einem Jahr. Dieser Übergang wird noch weitergehen. Ich schätze es sehr, dass ich nach wie vor auf Philipp zugehen darf, wenn ich Fragen habe.

 

 

 

Philipp, haben wir mit Mathias Büchler einen geeigneten Nachfolger an der Spitze der regionalen Zivilschutzorganisation?

 

Philipp Graber:

 

Mathias Büchler ist in der Region aufgewachsen, gut verankert und durch seine Frau nach Lostorf gekommen. Beruflich hat er mit Aktionären und Grosskunden in der Energiebranche zu tun; Erfahrungen die er sicher gut gebrauchen und in sein neues Amt einbringen kann. Im Zivilschutz hat sich Mathias stets eingesetzt und seit unserem Einsatz in Meiringen laufend weiter gebildet. Seit einigen Jahren bereits nutzt er die erhaltenen Gelegenheiten und führt seine Wiederholungskurse selbständig und zielbewusst durch. Für mich absolut der richtige Mann auf diesem Posten.

 

Was erhoffst du dir vom Zivilschutz in den kommenden Jahren, in denen Mathias das Kommando hat?

 

Philipp Graber:

 

Vom Zivilschutz im Allgemeinen hoffe ich, dass die anstehenden Veränderungen sich nicht allzu negativ auf die Leistungen für unsere Gemeinden auswirken. Für Mathias hoffe ich, dass er mindestens so viel Spass und Befriedigung in seinem Amt hat, wie ich dies hatte.

 

Eine neue Führung bedeutet meistens auch eine neue Identität. Mathias, wie wird sich die RZSOM in den kommenden Monaten identifizieren?

 

Mathias Büchler:

 

Philipp Graber führte den Zivilschutz so professionell und gut, dass keine konkreten Änderungen vorgesehen sind. Punktuell kommen sicherlich Anpassungen zustande. Insbesondere werde ich dem Kader mehr Verantwortung und auch mehr Verpflichtungen übergeben.

 

Wo ist aus deiner Sicht der grösste Handlungsbedarf und was möchtest du so rasch als möglich verändern?

 

Mathias Büchler:

 

Wir sollten weiterhin die uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Beispielsweise wird das KP vermehrt als Arbeitsplatz genutzt. Weiter möchte ich dienstübergreifende Transparenz schaffen. Die Angehörigen des Zivilschutzes sollen nicht nur ihre eigenen, sondern auch die zusammenhängenden Aufgaben kennen.

 

Philipp, was sind Rückblickend die grössten Veränderungen, die du mitgestaltet hast?

 

Philipp Graber:

 

Im Jahr 1999 war der Zivilschutz Lostorf-Stüsslingen-Rohr das erste Mal ausserkantonal in Linthal im Einsatz. Erfahrungen daraus konnten wir bereits ein Jahr später im Einsatz in Gondo einbringen. Gurtnellen und Meiringen waren weitere Stationen, wo wir unser Wissen tatkräftig in die Praxis umsetzen konnten. Mit dem Einsatz an Orten wo die Hilfe direkt und unmittelbar betroffenen Personen zu Gute kommt und wirklich geholfen werden kann, setzt man in der ganzen Mannschaft enorme Leistungen frei und sammelt Erfahrungen von unschätzbarem Wert.

 

Was würdest du nicht mehr so entscheiden?

 

Philipp Graber:

 

Es gibt sicher kleinere Sachen die ich heute, mit dem Wissen von heute, anders machen würde. Personelle Entscheide würde ich schneller treffen und obwohl der Mensch bei mir im Mittelpunkt steht, noch konsequenter handeln. Im Grossen und Ganzen gäbe es aber keine Veränderungen.

 

Mathias, als stolzer Vater stellt sich die Frage, wie du diese neue Verantwortung neben Beruf und Familie erfüllen wirst?

 

Mathias Büchler:

 

Meine Frau steht voll und ganz hinter dieser Aufgabe. Ohne ihre Unterstützung wäre das wohl kaum machbar. Auch die berufliche Flexibilität ist sicherlich ein grosser Nutzen.

 

Die Aufgabe als solches mache ich gerne und sie bereitet mir Freude. Aus diesem Grund erachte ich es auch nicht als Belastung. Weiter achte ich auf eine gute Balance, zwischen Familie, Freizeit und Zivilschutz.

 

Was sind deine Erwartungen an die Dienstleistenden der regionalen Zivilschutzorganisation?

 

Mathias Büchler:

 

Pflichtbewusstes und motiviertes Handeln. Das Kader soll mehr Verantwortung übernehmen und mit mir zusammen eine zielorientierte, lockere Atmosphäre pflegen.

 

Philipp, neu hast du die Aufgabe des Stabschefs des regionalen Führungsstabes übernommen. Welche Veränderungen sind in den nächsten Jahren zu erwarten?

 

Philipp Graber:

 

Durch die professionelle Führung von Jürg Stoll aus Winznau sind die nach der Regionalisierung angefallenen Arbeiten erledigt und die Planungen auf den aktuellsten Stand gebracht worden. Daher erwarte ich nicht allzu grosse Veränderungen.

 

Die Führungsunterstützung des Zivilschutzes untersteht im Ereignisfall dem Stabschef des regionalen Führungsstabes. Aus diesem Grund haben Mathias und ich entschieden, dass ich auch die Wiederholungskurse dieser Abteilung durchführe und somit die vorhandenen Synergien ausschöpfe.

 

In den letzten Tagen haben alle Einwohner der Zone 1 + 2 eines Kernkraftwerks Post mit Verhaltensanweisungen erhalten. Sobald der Bund seine Planungen auf einen aktuellen Stand gebracht hat werden uns diese auch in unserer Region beschäftigen. Die Planungen zum Hochwasserkonzept werden nach erfolgten baulichen Massnahmen sicher auch zur Überarbeitung anstehen.

 

Gibt es etwas, das ihr heute noch speziell erwähnen möchtet?

 

Mathias Büchler:

 

Es freut mich sehr, dass dieser Anlass stattfindet. Es ist ein Dankeschön an Philipp, welches er sich wohl verdient hat.

 

Philipp Graber: An dieser Stelle bedanke ich mich bei all jenen, die mich über all die Jahre unterstützt, gefördert und gefordert haben. Es war eine anspruchsvolle und lehrreiche Zeit.

 

 

 

 

 

Weitere Bilder